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Magnesium

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann und der ihm daher täglich mit der Nahrung zugeführt werden muss.

Tagesbedarf an Magnesium

Bei Erwachsenen geht man von einem durchschnittlichen Tagesbedarf zwischen 300 und 400 Milligramm aus. Schwangere, Sportler sowie Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes können einen erhöhten Tagesbedarf aufweisen. Auch die Verwendung von Abführ- und Entwässerunsgmitteln kann den täglichen Magnesiumbedarf steigern, da das Mineral vermehrt mit Schweiß und verstärkter Urin- und Stuhlausleitung verloren geht.

Lebenswichtige Funktionen des Mineralstoffes Magnesium

Der Mensch hat etwa 20 Gramm Magnesium im Körper gespeichert, vorwiegend in den Knochen und im Muskelgewebe. Der Mineralstoff spielt beim Skelett- und Muskelaufbau eine wichtige Rolle. Magnesium ist ebenfalls wichtig für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels, der Zellteilung, des Kreislaufs und des Nervensystems. Es ist weiterhin an zahlreichen Enzymreaktionen im Körper beteiligt und reguliert die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven. Eine wichtige Eigenschaft ist die Hemmung der Blutgerinnung, weshalb Magnesium auch zur Thromboseprophylaxe eingesetzt wird.

Wie macht sich Magnesiummangel bemerkbar?

Wird dem Körper nicht ausreichend Magnesium zugeführt oder durch den Dünndarm nicht genügend aufgenommen, kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Eine verringerte Resorption durch den Dünndarm kann beispielsweise auch durch einen Kalziummangel bedingt sein. Magnesiummangel macht sich zunächst durch Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel und mangelnde Konzentrationsfähigkeit bemerkbar. Im späteren Verlauf können auch Muskelkrämpfe, Zuckungen und Bewegungsstörungen auftreten. Besonders gefährlich ist der Magnesiummangel für den Herzmuskel. Hier kann ein anhaltender Magnesiummangel zu Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz führen. Die Symptome sind von Mensch zu Mensch verschieden und können auch nur teilweise auftreten.
Mit einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung nimmt man in der Regel eine ausreichende Menge des lebenswichtigen Mineralstoffs auf. Sollte es zu einer vorübergehenden geringeren Magnesiumaufnahme beispielsweise durch eine Fehlernährung, Diät oder Erkrankung kommen, gleicht der Körper den entstandenen Magnesiummangel durch Abbau seines Magnesiumsdepots in den Knochen aus.
Gerade für Diabetiker ist es wichtig, ausreichend Magnesium zu sich zu nehmen, da sie den Mineralstoff vermehrt über die Nieren ausscheiden. Zudem erhöht Magnesium die Wirkung des Insulins.
Und auch Schwangere haben einen erhöhten Magnesiumbedarf, der sich oftmals durch Ernährung allein nicht decken lässt. Das Mineral hemmt beispielsweise vorzeitige Wehen.
Neuere Studien haben ergeben, dass der Mineralstoff auch das Darmkrebsrisiko signifikant senken kann, da er ein unkontrolliertes Zellwachstum der Darmschleimhaut hemmt.

Magnesiumhaltige Lebensmittel

Reichlich Magnesium enthalten zum Beispiel Getreideprodukte wie Vollkornbrot, Haferflocken und Hafermehl, Nüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Neben Vollkornprodukten sind auch Leber, Geflügel, Milch- und Milchprodukte, Orangen und Bananen und vor allem magnesiumhaltiges Mineralwasser wichtige Magnesiumlieferanten. Der Mineralstoff ist ein Bestandteil des Chlorophylls und ist deshalb vor allem in grünen Gemüsesorten zu finden. Doch nicht immer kann das Magnesium aus den verzehrten Lebensmitteln ausreichend verwertet werden. Die Bioverfügbarkeit wird durch einen hohen Ballaststoffanteil in der Nahrung, Konservierungsstoffe oder den Magnesiumantagonisten Eisen erschwert oder gar gehemmt.

Das Mineral als Nahrungsergänzung

In entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln ist Magnesium in konzentrierterer Form als in Lebensmitteln zu finden. Liegen typische Symptome eines Magnesiumsmangels vor, wird empfohlen, den körpereigenen Magnesiumspeicher durch ein entsprechendes Nahrungsergänzungspräparat wieder aufzufüllen. In Drogerien und Reformhäusern sind entsprechende Magnesiumpräparate als Nahrungsergänzung in unterschiedlichen Konzentrationen zwischen 200 und 400 Milligramm in Tablettenform oder als Brausetablette erhältlich.